Zahlungsfristen und vorgezogene Budgetausgaben zur Unterstützung des Gewerbes

Gemeindekanzlei

Es leiden viele lokale und regionale Kleinunternehmer respektive Selbstständigerwerbende unter den Folgen des noch mindestens bis am 26. April andauernden Lockdowns. Selbst wenn dies nur ein kleiner Beitrag zur Milderung der schwierigen wirtschaftlichen Situation darstellt, wird die Gemeinde Rottenschwil die Rechnungen von Unternehmen, Einrichtungen, Betrieben und Selbstständigerwerbenden, die von den Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise besonders betroffen sind, anstatt innerhalb der üblichen Zahlungsfristen von meist 30 Tagen innert zwei Wochen begleichen. Der Gemeinderat und die Schul- und Verwaltungsleitung sowie der technische Dienst machten sich vertieft Gedanken darüber, ob und welche Ausgaben im Rahmen der genehmigten Budgetkredite 2020 vorgezogen werden können. Einige Arbeitsvergaben wurden bereits vorgezogen. Ziel ist es grundsätzlich, das Budget 2020 gesamthaft einzuhalten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es aber zumindest zu Verschiebungen innerhalb der einzelnen Budgetpositionen kommen. Der Gemeinderat rechnet damit, dass sich der Steuerertrag im Verlauf des Jahres aufgrund von Anpassungen der provisorischen Steuerrechnungen 2020 infolge Kurzarbeit, Lohneinbussen oder Arbeitslosigkeit negativ entwickeln wird und gleichzeitig die Ausgaben im Sozialhilfebereich steigen werden. Alle im Rahmen von beschlossenen Verpflichtungs- oder Budgetkrediten laufenden grösseren Projekte werden soweit möglich normal weitergeführt. Auch die bisherige Effizienz im Baubewilligungsverfahren ist nach wie vor gewährleistet, wenngleich zurzeit im Bereich des Bau-, Planungs- und Umweltrechts besondere Bestimmungen bezüglich Aktenauflage und -einsicht zur Anwendung gelangen.